Halloween

Halloween
© 2018 Universal Pictures International

 

Die Liste an Filmen über das Fest der Kürbisse und Toten ist lang und startete 1978 mit dem legendären Halloween – Die Nacht des Grauens von Horror-Ikone John Carpenter.

Dem folgten:

Halloween II – Das Grauen kehrt zurück
Halloween III
Halloween IV – Michael Myers kehrt zurück
Halloween V – Die Rache des Michael Myers
Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers
Halloween H20
Halloween: Resurrection
Halloween aus dem Jahre 2007, geschaffen von Rob Zombie
Halloween II von 2009, ebenfalls von Rob Zombie

Und nun lässt man die Saga mit Halloween aus dem Jahr 2018 ausklingen. Zumindest redete man mal davon. Das Interessante daran: All die Regisseure dazwischen, all die Ideen, Fortsetzungen, Ausschlachtungen im wahrsten Sinne des Wortes haben machen können, was sie wollten: Nun stehen Jason Blum, Malek Akkad und der Schöpfer dieser Filmserie John Carpenter als Produzenten im Hintergrund und diese Einflüsse spürt man im aktuellen Horror-Streich recht deutlich.

Und das ist sowohl positiv als auch negativ. Jason, ich mag dich in bestimmten Punkten, nur hier ist jetzt folgendes Problem:

Der Einfluss des Originals, an das dieser Film ja auch angelehnt sein soll, ist in jederlei Hinsicht von Blumhouse durchgeweicht worden. Einer der geilsten Twists – dass Jamie Lee Curtis mit von der Partie sein wird – ist bereits auf dem Plakat verraten und somit das Überraschungsmoment bereits großspurig verdorben worden (Batman v Superman-Wonderwoman-Trailer-Komplex) und der ganze Film leidet förmlich darunter, dass die einst gekannte Schärfe von Carpenter nicht mehr zum Tragen kommt, sondern nur hier und da aus den Holzritzen hervor scheint.

Und dieses „Zwischen zwei Stühlen rumgeiern“ macht aus dem Film, aus dem man so viel mehr hätte rausholen können, nur ein mittelmäßiges Sequel, dass zwar die Fangemeinde tierisch interessieren dürfte, aber keine empfehlenswerten Momente entstehen lässt, die einen auch als Nicht-Kenner oder Neuanfänger in die Kinos locken würden.

Und das ist eigentlich traurig, bedenkt man, mit welcher Horror-Historie man hier um sich schmeißt. Immerhin ist der Halloween-Festlichkeiten-Kinomarkt von mittlerweile einigen Filmreihen hart umkämpft und man hätte hier soliden Ursprungsboden zurückerobern können und quasi wieder mit dem Original auftrumpfen.

Alle weiteren Ausführungen würden nun zu viel verraten und diesmal wurde sogar die Presse gebeten, spoilerfrei zu berichten (Willkommen, Leute!), darum halte ich von nun an meinen Rand über den Film und wünsche euch viel Spaß im Kino – schraubt eure Erwartungen einfach nicht allzuhoch und nehmt reichlich Süßkram mit in den Saal.

 

.kinoticket-Empfehlung: Man verschenkt Potenzial und reizt das ursprüngliche Carpenter-Gen nicht vollkommen aus, sondern dribbelt mit Blumhouse hin und her und erhält so nichts halbes, nichts ganzes.

Der Film kann sich also nicht wirklich entscheiden, ob er hart oder weich sein möchte, orientiert sich aber wieder sehr am Original und lässt damit alte Horrorfilmzeiten erneut aufleben, auch wenn man wesentlich mehr rauskitzeln hätte können.

Für einmal im Kino ansehen reicht es, dann aber bitte mit viel Publikum, damit die Vorstellung noch andere Elemente bekommt, die den Abend versüßen.

 

Nachspann
❌ lohnt sich nicht abzuwarten, es folgen keine weiteren Szenen oder Überraschungen mehr.

Kinostart: 25. Oktober 2018

Original Title: Halloween
Length: 109 Min.
Rate: FSK 16

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