Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

Wer erinnert sich noch an seinen sensationellen Auftritt in A Cure for Wellness? Dane DeHaan besticht ein weiteres Mal neben Cara Delevingne in einem Masterpiece von Regisseursmeister Luc Besson.

Und Leute – meine Begeisterung ist kaum zu zügeln. Ja, wir alle kennen die morbiden Versuche von brüllenden Löwen, in der Filmwelt Großartiges vollbringen zu wollen und dabei zu vergessen, dass die wahrhaft Starken die ruhigen Teilhaber sind und wahre Macht immer in flüsterleisen Tönen zu suchen ist.

Luc Besson hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, was für ein filmisches Genie er ist. Seine Filme bestechen durch die Bank weg mit Alltime-Klassiker-Prädikat und sind derzeit wieder in aller Munde.

Mit Valerian – Die Stadt der tausend Planeten sorgt er im Trailer bereits für ein unglaubliches Gefühl von Vorfreude und Anspannung – noch nie habe ich eine Pressevorführung so sehr erwartet, wie diese. Und meine Vorfreude war begründet. Doch der Reihe nach.

Besson orientiert sich hier an einem Comic, das wohl die wenigsten Kinobesucher auf Anhieb kennen werden, zumindest ist mir noch niemals in meinem Leben etwas davon begegnet. Zugegebenermaßen bewege ich mich auch so gut wie kaum in der Comic-Welt und kann daher keine allgemeingültigen Aussagen dazu treffen. Was mir allerdings aufgefallen ist: Diese brachiale Wucht, die in dem Erfindergeist dieser Welten steckt, schlägt meiner Meinung nach sogar ansatzweise Avatar in seiner bildhaften Größe.

Valerian trumpft hier mit einer unfassbaren Farbenpracht und Formenvielfalt auf, die mir in dem Maße so gut wie nie begegnet ist. Diese Entführung startet mit unglaublich ausweitender Geschwindigkeit und schlägt den Zuschauer direkt in ein visuelles Filmerlebnis, dass vollkommen neue Maßstäbe im Kino ansetzt. Dass dabei IMAX-Qualität mit Dolby Atmos™ vermischt in ultrahochauflösender Qualität die Fronten von James Camerons ursprünglich moderner Pionierarbeit ankratzt, ist unangefochten. Und dabei muss noch nicht mal viel gesprochen werden: Die Bilder wirken einfach von selbst!

Während man dabei zuschaut, vergisst man völlig, auf welchem Planeten man eigentlich zu Hause ist. Diese Mutation im Kopf funktioniert hervorragend und hinterlässt ein Gefühl von Alltagsvergessenheit, indem man dabei vollkommen das produziert, wofür Filme im Ursprung gedacht sind: Zur geistigen Entführung in fremde Welten, die einen das eigene Leben vergessen lassen und für bombastisches Entertainment sorgen.

Beides erfüllt Valerian mit Bravour und entzückt voller Farbenpracht und Einfallsreichtum mit Kreativität, die seiner Zeit weit voraus ist. Und genau deshalb werden die Kritiker diesen Film lieben: Er sprüht nur so vor futuristischem Charme und frisst sich immer tiefer in die Gehirne seiner Besucher rein, um hier fundamentale Eindrücke einzupflanzen, die so leicht nicht mehr vergessen werden können.

Und dabei fährt man zu Höchstleistungen auf! Nicht nur Cara Delevingne besticht mit völlig neuem schauspielerischen Talent, dass man bisher von ihr nicht kannte, sondern auch alle anderen reihen sich in die von Erfolg gekrönte Inszenierung dieser unfassbaren Geschichte ein und liefern Leistungen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.

Und dabei wird nicht nur auf Bildgewalt oder unfassbar gutes 3D wertgelegt, sondern auch auf Inhalt: Die Funken sprühen nur so zwischen beiden, was eine völlig eigenwillige Harmonie entwickelt, die man jeder Seite abkauft und die abseits jeden Schnodders einer kitschigen Liebesgeschichte so richtig Lust auf mehr macht: Auch hier ist man seiner Zeit wieder weit voraus. Wir alle werden wohl erst in einigen Jahren begreifen, was Besson damit tatsächlich aktuell bereits geschaffen hat.

Diese unfassbare Spritzigkeit, der Flair, die Andersartigkeit und die Filmkolorierung schicken die Zuschauer auf eine unvergessliche Reise, die ihr Leben nachhaltig prägt und das Kino der heutigen Zeit schon jetzt verändert hat.

 

.kinoticket-Empfehlung: Ich nenne es nicht Pflicht, ich mache es zur Ehrensache, als Gast zu beweisen, dass man verstanden hat, wozu Filme eigentlich da sind: Als Form von Kunst akzeptiert und gewürdigt zu werden.

Valerian ist einer der Filme, die die Kinos niemals verlassen dürften, denn keine andere Leinwand würde dem gerecht werden. Man braucht Größe. Man braucht aktuelle Technik und viel Verständnis auf allen Ebenen, um diesen Film in einem würdigen Areal zu präsentieren und das auszuschöpfen, was Besson dafür gedacht hat.

Das Erlebnis gleicht dem von Avatar und reicht nicht nur an dessen Unerreichbarkeit heran, sondern übertrifft mit seiner allumfassenden Ausarbeitung sogar seinen Meilensteinvorgänger. Gut, dass davon die nächsten Teile erst in ein paar Jahren erscheinen, denn die Zeit werden sie brauchen, um mit Valerian gleichzuziehen.

Also bevölkert die schwarzen Säle und zeigt der Welt: Genau davon wollen wir so unendlich viel mehr und wir genießen jede Sekunde davon wieder und wieder und wieder.

Ich bin dann mal im Kino – und ihr?

 

Nachspann
kann abgewartet werden, für diese Laufzeit ist der eh kurz genug, enthält aber keine weiteren Szenen oder Gimmicks.

Kinostart: 20. Juli 2017

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Ein Gedanke zu “Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

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