The Last Witch Hunter

Schon als ich den Trailer gesehen habe, wusste ich: Das Ding hier wird ganz groß! Und ehrlich gesagt habe ich an meinem Kinotag eigentlich nur auf diesen Höhepunkt hingefiebert.

Vin Diesel steht ja nicht erst seit Fast and Furious für großartiges Kino. Schon in seinen älteren Filmen merkt man ihm an, dass er nicht nur Geld verdient, sondern sein Schauspiel lebt und voll bei der Sache ist. Das gilt auch zu 100% für The Last Witch Hunter. In all den Jahren, in denen mir als Geister-/Hexen-/Übernatürliches-Liebhaber immer wieder Filme dieses Genres vorgesetzt wurden, habe ich noch nie einen derart ernstzunehmenden, vorbildhaften und großartigen Film mit derart viel Liebe zum Detail, Leidenschaft und Hingezogenheit zur Epik erlebt wie hier.

Allein so manche Szenen, in denen das Drift-Spiel zwischen den jeweiligen Welten vollzogen wird, grenzen nahezu an echte Magie. Und oben drauf: Man erlebt hier nicht nur die uns an Halloween wieder überschüttende Liebe für Grauen erregenden Kitsch, sondern wird vor bösartige Tatsachen gestellt, dass sich vor Freude die Nackenhaare aufstellen: Die Hexen sind endlich wieder böse, das Genre erfindet sich durch Ernsthaftigkeit und dunkle Vollkommenheit herrlich neu – das Fadenspiel zwischen übertriebener Brutalität und spinnerhafter Hokus-Pokus-Witzigkeit wurde sagenhaft gemeistert und derart brillant ausbalanciert, dass man vor Freude schreien möchte.

Kurzum: The Last Witch Hunter ist bis dato der beste Hexenfilm, den ich je gesehen habe. Und gleichzeitig kein Massenprodukt, denn die Tatsache, dass man die Vorstellungen auf spät abends verlagert, hat ihre Gründe. Und genau hier sehe ich nur Vorteile: Man ist endlich bereit dazu, mit Millionen von Dollars in Nischen zu springen und diese gebührend auszufüllen. Man verzichtet auf die allgegenwärtige Weichzeichnerei bei Charakteren und Darstellung und befriedigt eben endlich mal nicht die Masse, sondern die Randgruppen und respektiert somit, dass nicht jeder automatisch die gleiche Gemeinsame-Teilmenge-Meinung besitzt wie irgend ein Trend es vorzugeben versucht.

Hut ab!

 

.kinoticket-Empfehlung: Als Fan von Mysteriösem auf der Leinwand sollte man sich diesen Film unbedingt ansehen.

Die Twilight-Massenphänomen-Weichzeichnerei ist vorbei. Endlich ist das Böse wieder böse, das Gute wieder menschlich und die fantastische Darstellung so, dass auch Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern daran Gefallen finden.

Ein Film, von dem gerne mehr kommen darf – und laut Diesel demnächst auch werden wird.

 

Nachspann
gibt es keinen, dafür aber saftige Bilder, wahnsinnige Animationen und jede Menge diffuse Welten, durch die es zu spazieren mächtig Spaß macht.

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Ein Gedanke zu “The Last Witch Hunter

  1. Pingback: Score – Eine Geschichte der Filmmusik | .kinoticket-blog.de

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