Minions (3D)

Ich glaube, es gibt im Reich der Filmliebhaber kaum jemanden, der nicht auf diese Veröffentlichung hingefiebert hat. Mit den beiden Vorgängern Ich – einfach unverbesserlich und Ich – einfach unverbesserlich 2 riefen die Macher ja bereits einen Kult ins Leben, an dem nicht nur die offensichtliche Zielgruppe Spaß hat.

Ich war natürlich auch am Kinostart-Tag im Komplex meines Vertrauens und habe mit vielen anderen gemeinsam eine der ersten Ausstrahlungen bewundern dürfen.

Mir ist klar, dass Minions-Fans einfach nur einen ihrer kleinen gelben Tierchen auf dem Bildschirm sehen müssen und bei jedem irgendwo sofort das Herz aufgeht und ich glaube, dass daran auch maßgeblich die ersten beiden Teile schuld sind.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass ursprünglich geplant war, die gelben Knuddeltierchen als Orks zu präsentieren und ich bin heilfroh darüber, dass dieser Versuch nicht zustande gekommen ist, sollte dieses Gerücht stimmen.

Neben aller Liebhaberei und dem Fandom will ich dennoch versuchen, hier ein wenig Kritik anzubringen, und sei es nur darum, dass zumindest einer ein klein bisschen Pseudojournalismus zutage bringt ;-)

 

Gru fehlt!

So wie angekündigt, geht es in diesem Streifen ja um die Entstehungsgeschichte der Minions auf der Suche nach einem Schurken, dem sie dienen können.

Klar ist also, dass – wie im Trailer hunderte Male gesichtet – die Zeit vor Gru durchreist wird. Und genau das ist das Problem mit dem dritten Teil: Gru und alles, was das Funktionieren der Minions ausmacht, fehlt irgendwo, wenn auch nur unterschwellig.

Für mich haben die ersten beiden Teile deshalb funktioniert, weil man als Zuschauer mitten in eine funktionierende Welt geschmissen wird, in der es normal ist, dass Gru von vielen tausenden Minions umgeben ist, die alles für ihn tun. Gepaart mit der animatronischen Brüderlichkeit zu James Bond, wo mit trickreichen Einfällen und innovativen Schurkereien exzellente Unterhaltung geboten wird, entsteht so ein Mischmasch aus Gehässigkeit und Niedlichkeit, dass versüßt animiert einfach nur noch knuffig wirkt, ohne dabei ins Kitschige abzudriften.

Die Durchgeknalltheit der Minions, die nur Quatsch im Kopf haben gebündelt mit den Mitteln und Möglichkeiten von Gru, dessen Hauseinrichtung zum Schreien ist, ergeben hier ein Gesamtbild, dass einfach nichts anderes zulässt, als sich tierisch wohl dabei zu fühlen, wenn man den ganzen Kinderstreichen zuschaut.

Und diesem Mischmasch hat man im dritten Teil durch das erzwungene Weglassen der Hauptfigur einen immens wichtigen Baustein genommen.

Das bedeutet nicht, dass dieser Film schlecht ist, das heißt genauso wenig, dass hier nicht ein Lacher den nächsten jagt, aber irgendwo bleibt doch ein sehnsüchtiges Erwarten, denn ohne Gru sind die Minions auch nicht das, was sie sind.

 

Die Grundsteine für Fortsetzungen sind gelegt

Und dieser eigentlich einzige Negativpunkt ist gleichzeitig auch etwas positives, denn der Moment am Schluss, an dem dann an die beiden Vorgänger angeknüpft wird, entpuppt sich als Deja Vu wie schon bei Fast and Furious: Tokyo Drift, bei dem auch ein Aufschrei der Erlösung im Hirn folgte, wenn endlich wieder Klasse statt Masse im Raum stand.

Nun sind die in sich selbst rundlaufenden „Elemente“ wieder alle vereint und es bleibt viel Platz, um weitere Filme an den Start zu bringen, was der überaus lange kurzweilige Nachspann verrät.

Und genau da spürt man auch am meisten, dass diese Aufgabe des Hauptcharakters keiner ersetzen kann und man nicht unbedingt glücklich damit wird, wenn man stattdessen andere an die Front schickt und die Minions ihrem Schicksal überlassen sind.

Dennoch ein sehr unterhaltsamer, spannender Film, der nicht nur zum Lachen anregt, sondern sowohl Niedlichkeit, Einfallsreichtum als auch diebisch blöde Kindereien an den Start bringt und somit zeigt, dass hier wirklich alles ausgeschöpft werden soll… hoffentlich. Denn ich freue mich wahnsinnig auf weitere Fortsetzungen und wünsche mir, dass der Minions-Kult noch lange erhalten bleibt.

 

.kinoticket-Empfehlung: Ähm .. logo: Anschauen.

Wer das nicht mitnimmt, hat für Minions nichts übrig. Entweder man hasst sie, oder man vergöttert sie. Dazwischen ist nichts. Demnach sind für Fans manche Mankos auch kein Dorn im Auge, was letztlich nur zu einem Schluss führt: Anschauen.

Und zwar im Kino. Mit vielen Leuten im Saal. Lachspaß, jede Menge Blödsinn und viel gute Laune sind garantiert!

 

Nachspann
Definitiv hocken bleiben. Ich kanns nicht verstehen, wie man – nach unzähligen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen – bei diesen Filmen nicht abwartet, da schon vorher bewiesen wurde, dass hier im Nachspann unglaublich viel Potenzial steckt.

Diesmal gibt es nicht nur wieder genial animierte Abspann-Szenen, sondern sogar noch einen ellenlangen Nach-Abspann. Also bitte bitte – bleibt bis ganz zum Schluss sitzen.

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4 Gedanken zu “Minions (3D)

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