Der Babadook

Meine zweite Sneak Preview und ich muss sagen: Ich LIEBE diese Form von Kino schon jetzt. Gottseidank deckt sich die Regelmäßigkeit von gezeigten Sneaks mit dem Ruhetag meiner Firma, so ist sichergestellt, dass ich derartiges Kino immer wieder genießen darf.

Warum? Egal, was hier gezeigt wird – es ist immer spannend, allein schon vom Publikum her.

Denn der Film startet mit dem Titellogo und just springen 10 Frauen vor mir auf und verlassen den Saal. :D Dem Gezeigten keine Chance geben und lieber auf die 5 € scheißen, die man für’s Eintrittsticket bezahlt hat. Dumm, denn die anderen hatten an diesem Abend so richtig Spaß.

Kommen wir mal zu dem, was mir an dem Film ernsthaft gefallen hat:

Die Kaputtheit von Mutter und Sohn, die hier irgendwie versuchen, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen, ist so herrlich schräg, dass sich das ganze Kino quasi dauerhaft schlappgelacht hat. Da sieht man gerne mal über die blödheitsgeschwängerte Horrorfilm-Gesetzmäßigkeit hinweg, denn das Verhalten von Kind und Mama ist wirklich zum Schreien.

Was der Film auch stellenweise wirklich gut geschafft hat: Trächtige Angst aufzubauen. Im Saal schwebte permanent das Sich-über-den-Film-lustig-machen über den Köpfen, und wenn die dann wirklich mal minutenlang allesamt still sind und schweigen, dann bedeutet das etwas.

Hier kommt manchmal, womit man nicht rechnet (Pluspunkt) und die Sphäre ist anfangs wirklich gekonnt aufgebaut und schwappt im Laufe der Laufzeit auch immer wieder mal über die Oberfläche und macht bewusst, dass man hier nicht gänzlich versagt.

Und was natürlich mega geil ist: Das Buch. AHH, wenn’s das irgendwo zu kaufen gibt – herrlich. So krank und dabei so professionell gestaltet. Allein die Idee, derartiges als “Kinderbuch” in die Regale zu stellen – gottgleich.

Hier hat man sich bewusst oft selbst auf die Schippe genommen und zeigt, dass trotz aller Ernsthaftigkeit, die im Film durchgebracht werden soll, dennoch genügend Freiraum für Eigenironie steht, denn Lacher gab es an diesem Abend viele, teils auch von der Leinwand gewollte.

Im Endeffekt kam man aus einem Film, in den man vielleicht nie wieder reingeht, der aber dennoch als positives Beispiel im Kopf sitzen bleibt – und wenn’s nur am Publikum liegt.

Frau (schreit): „Was willst du von mir?“
Kinozuschauer: “Ein Nussbrot. Was denn? Ich hab Hunger.”

So ungefähr ging das den ganzen Abend zu. ^^

Also Danke an München für diesen herrlichen Abend und danke an Australien für die horrende Lachvorlage.

 

.kinoticket-Empfehlung: In eine gut gebuchte Vorstellung gehen oder ziemlich viele Freunde ansammeln und den Film gemeinsam schauen. Dann hat man durchaus viel zu lachen.

Allein unterhält der einfach zu wenig und man ist von dem etwas abgeschnittenen Ende dann zu enttäuscht. Ansonsten: So wird schwarzer Humor gemacht. Herrlich schräg.

 

Nachspann
Hier wäre Potenzial gewesen, nachzuschieben. Verschenkt.

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2 Gedanken zu “Der Babadook

  1. Pingback: (Sneak Preview) The Visit | .kinoticket

  2. Pingback: In eigener Sache: Gewinnspielauflösung & Gewinnerbekanntgabe | .kinoticket-blog.de

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